Publikation

Technische und ökologische Auswirkungen bei umfangreichen Importen von Ammoniak als Wasserstoffträger

Ansprechpartner

Patrick Schmidt, Christopher Kutz, Werner Weindorf, Johanna Bruckner

Kunde

UBA

Veröffentlichungsdatum

Juni 2026

Die LBST-geführte Studie zu technischen und ökologischen Auswirkungen bei umfangreichen Importen von Ammoniak als Wasserstoffträger ist jetzt vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht.

Mit wachsender Nachfrage nach Wasserstoff wird zunehmend Ammoniak als ein Schlüsselimportvektor für Wasserstoff diskutiert. Die Analyse der LBST-ExpertInnen zusammen mit den Partnern von TÜV SÜD und ILF Consulting Engineers nimmt Ammoniakimportterminals und Ammoniakcrackanlagen in den Fokus. Dabei wurden sowohl Umweltauswirkungen während des normalen Betriebs als auch potenzielle Schwerunfallszenarien untersucht.

Einige wichtige Erkenntnisse:

  • Für eine begrenzte Anzahl neuer Ammoniakterminals in Deutschland ist im Normalbetrieb von keiner nennenswerten zusätzlichen Umweltbelastung auszugehen.
  • Lokale Wirkungen können dennoch nicht ausgeschlossen werden, abhängig von standortspezifischen Bedingungen, bestehenden Hintergrundverschmutzungsniveaus und der Ökosystemempfindlichkeit.
  • Effektive Minderungs- und Sicherheitsmaßnahmen, wie z. B. im niederländischen PGS 12 vorgeschlagen, können angemessene Sicherheitsabstände und die potenziellen Folgen von Ammoniakfreisetzungsszenarien signifikant verringern – ihre Umsetzung bringt jedoch zusätzliche Kosten mit sich, was für einige Geschäftsfälle eine Herausforderung darstellen kann.

Die Studie trägt zur laufenden Diskussion bei, wie – und inwieweit – Ammoniak in zukünftige Wasserstofflieferketten integriert werden kann und adressiert dabei Umweltschutz- wie Sicherheitsaspekte.

Übersicht der untersuchten Wirkdimensionen im Normalbetrieb

 

Quelle: LBST